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Viele Orte haben berühmte Töchter oder Söhne. Hier möchten wir Ihnen einige
SierningerInnen vorstellen, auf die man mächtig stolz sein kann. Begonnen haben
wir mit dem Erfinder der Mozartkugel. Kaum zu glauben, dass es ein Sierninger war.

Hier werden wir Ihnen noch weitere, auch Ihnen bekannte Sierninger vorstellen
wie z.B. Helmut Köglberger, Fußballnationalspieler usw.






PAUL FÜRST, Erfinder der Mozartkugel
Geboren: 1856


   

Paul Fürst (* 1856; † 1941 in Salzburg), österreichischer Konditor, Erfinder der Mozartkugel

Paul Fürst war der Sohn des aus Dinkelsbühl in Bayern stammenden gelernten Baders Johann Fürst (* 1827; † 1868) und von Josefine Rehle (* 1822; † 1876), einer gebürtigen Salzburgerin, Tochter eines Hofglasermeisters.

Der Vater war erst 1849 nach Salzburg gekommen, hatte 1854 dort am „Medicinal Collegium“ die Approbation als Wund- und Geburtsarzt erlangt und praktizierte seit 1853 im oberösterreichischen Sierning ( er hatte die Gerechtsame für das Haus Nr. 33, später Nr. 73 inne) als Bader. In welchem Jahr der Umzug nach Salzburg erfolgte, ist bisher unbekannt. Zunächst wohnte die Familie in der Jugendgasse 53, dann am Wegplatz 10.

Nach dem Tod seines Vaters (er starb an Typhus und ist auf dem Petersfriedhof begraben) und der Mutter (auch seine beiden Geschwister starben schon im Kleinkindalter an Typhus) wuchs Paul Fürst bei seinem Vormund auf, dem ebenfalls in Salzburg lebenden Onkel Paul Weibhauser, der eine Konditorei in der Brodgasse 13 besaß. Vinzenz Rehle, der Schwiegervater von Pauls Vater, hatte das traditionsreiche Haus, es diente zeitweise als „Hofbäckerhaus“, 1830 erworben. Von Weibhauser erlernte Paul Fürst den Beruf des Konditors und bildete sich anschließend in den führenden Konditoreien der Metropolen Wien, Budapest, Paris und Nizza weiter.

1884 eröffnete er, wiederum in der Brodgasse 13, seine eigene Konditorei. Im Jahr 1890 kreierte Paul Fürst dort, nach eigenen Angaben in langen Versuchen, ein Praliné, bestehend aus Pistazien-Marzipan umhüllt mit Nougat und dunkler Kuvertüre, und benannte es nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart „Mozartkugel“ (damals hieß es noch „Mozartbonbon“). Seine Kreation wurde auf der internationalen Gewerbeausstellung in Paris 1905 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Schon bald kamen aufgrund des großen Erfolges zahlreiche Nachahmerprodukte anderer Konditoren auf den Markt. Da Paul Fürst seine Erfindung nicht hat patentieren lassen, ist der Name „Mozartkugel“ für sich allein rechtlich nicht geschützt.

Noch heute wird jedoch einzig in der immer noch im Familienbesitz befindlichen Konditorei Fürst am ursprünglichen Standort in der Brodgasse die „Original Salzburger Mozartkugel“ (dieser Begriff ist heute geschützt) nach dem überlieferten Rezept und mit der ursprünglichen Herstellungsmethode handgefertigt und nur an deren vier Standorten in Salzburg (sowie per Versand) verkauft, während die Nachahmerprodukte meist industriell produziert und in riesigen Stückzahlen gehandelt werden.

Nach seinem Ableben am 14. Februar 1941 wurde Paul Fürst auf dem Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt. In der Familiengruft am Petersfriedhof erinnert eine Gedenktafel an ihn.




ANTON LANDERL, Stifter des Krankenhauses
Geboren:


  

Das "Landerl Krankenhaus" in Sierning wurde im Jahr 1874 von den Geschwistern Landerl erbaut und laut Chronik anlässlich des 60jährigen Regierungsjubiläums der Majestät Kaiser Franz Josef I. im Jahr 1908 der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz samt allen Fahrnissen und Grundstücken geschenkt. Der Geschenkgeber bedingt im Notariatsakt vom 5. Juni 1908, dass das Krankenhaus für immerwährende Zeiten dem Zweck der Krankenpflege dienen muss und niemals für andere Institutionen verwendet werden darf.



HELMUT KÖGLBERGER, Fußballnationalspieler
Geboren: am 12. Jänner 1946



   

Kurzgeschichte

Helmut Köglberger wuchs als dunkelhäutiges Besatzungskind in der Gemeinde Sierning in Oberösterreich auf und spielte zunächst für den SV Sierning und SK Amateure Steyr.

Seine Karriere als Fußballprofi begann 1964 bei  LASK Linz, mit der er in der Saison 1964/65 den Meistertitel feiern konnte. 1968 wechselte er zu Austria Wien, mit der er in der Saison 1968/69 nicht zuletzt dank seiner 31 Tore seinen zweiten Meistertitel feiern konnte, der dritte folgte in der darauffolgenden Saison. Insgesamt absolvierte er 227 offizielle Spiele für die Austria und schoss dabei 122 Tore.

Während der  Saison 1974/75  wechselte er wieder zurück zum LASK und wurde noch ein zweites Mal mit 22 Toren Torschützenkönig .

Am 5. September 1965 gab Köglberger sein Debüt in der Nationalmannschaft gegen Ungarn. Er kam insgesamt zu 28 Einsätzen und schoss 6 Tore. Er trug auch die Kapitänsschleife. Als sein größtes Spiel bezeichnete er das Spiel gegen Brasilien am 1. Mai 1974 in São Paulo, bei dem Österreich dem regierenden Weltmeister vor einer Kulisse von über 120.000 Zusehern ein 0:0 abrang.

Er lebt heute im Ruhestand in  Altenberg bei Linz , wo er nach seiner Fußball Karriere eine Handelsgesellschaft leitete.

Helmut Köglberger ist Ehrenmitglied des SV Flexopack Sierning, OÖ LIGA
2008 wurde Köglberger zum LASK-Spieler des Jahrhunderts gewählt.




FRANZ HÖLZLHUBER, Maler-Sänger-Komponist
Geboren: am 22. September 1826

   
ehem. Bahnhof Ternberg                                 Bahnbrücke in Garsten

Franz Hölzlhuber, in seinem späteren Leben eng mit der k.k. Kronprinz Rudolf-Bahn verbunden, wurde am 22. September 1826 im oberösterreichischen Gründberg geboren und war ein Lebenskünstler, wie er im Buche steht. Schon während seiner Kindheit in Sierning wurde sein großes musikalisches Talent deutlich. In seinem Brotberuf als Lehrer war er nur kurz tätig. Auch seine Laufbahn als Gerichtsangestellter in Bad Hall, Leonstein und Linz war von wenig Erfolg gekrönt, da seine musikalischen Nebenbeschäftigungen, unter anderem im Männergesangsverein Liedertafel Frohsinn, einen weiteren Aufstieg verhinderten.
1851 ging er nach Wien, wo er sich vor allem mit privaten Musikstunden und kleineren Engagements am Kärntnertortheater und im Theater an der Josefstadt über Wasser hielt. Als er sich jedoch bald wieder ohne reguläres Einkommen fand, half ihm sein Zeichentalent zu überleben. Im Sommer fertigte er Landschaftsansichten von Sommerfrischeorten wie Bad Ischl, Bad Hall oder Bad Reichenhall und im Winter gab er kleine Konzerte und Liederabende in Linz, Graz, Innsbruck oder Bayern.

Auf Drängen einer befreundeten Familie wagte er 1856 den großen Schritt und wanderte nach Milwaukee, Wisconsin aus. Eine Stelle als Musikdirektor des Deutschen Theaters in Milwaukee, die ihm bereits zugesagt worden war, war bei seiner Ankunft jedoch schon anderweitig vergeben - der Dampfer mit seinem Vertrag war im Atlantik gesunken. Doch auch dieses Mal war guter Rat nicht teuer, und Hölzlhuber versuchte sich als Schildermaler, Autor und Zuckerbäcker und soll sogar die Linzertorte in den Vereinigten Staaten eingeführt haben.

Nach vier Jahren in den Vereinigten Staaten kehrte Franz Hölzlhuber nach Sierning zurück, wo er zunächst Mitglied im Männergesangsverein Kränzchen in Steyr wurde, für den er auch einige Singspiele komponierte. 1862 wurde Hölzlhuber als Arrangeur der Weltausstellung in London engagiert, wo er in erster Linie die Metallproduktion der Stadt Steyr repräsentierte, aber auch in der Musikinstrumentenabteilung tätig war. Für seine Arbeit bei den Weltausstellungen 1873 in Wien und 1878 in Paris als Vertreter der österreichischen Metallproduktion erhielt Hölzlhuber zunächst das Goldene Verdienstkreuz und später das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone.


Die drei Skizzenbücher des Malers, Dichters und Musikers Franz Hölzlhuber (1826-1898) dokumentieren auf eindrucksvolle Weise die Bahnstrecke der k.k. Kronprinz Rudolf-Bahn in teilweise bisher unbekannten Ansichten (Technisches Museum Wien).


Wer noch mehr über diesen reiselustigen Altsierninger erfahren möchte, sollte im Internet nachsehen. Dort gibt es jede Menge Geschichten und Geschichterln über einen ziemlich unbekannten, aber sehr verdienstvollen Sierninger und Österreicher (www.wisconsinhistory.org/whi/feature/holzhuber/, www.bda.at/text/136/908/14063/, www.ooegeschichte.at/bibliografie/H%C3%B6lzlhuber+Franz und v.a.m.).

Sierning – Milwaukee – Sierning | Ein „lustiger Amerikaner“ im Dienste der k.k. priv. Kronprinz Rudolf-Bahn



KARL GATTERMEYER, Heimatdichter
Geboren: 1891


     

Karl Gattermeyer leitete von 1955-1961 den Stelzhamerbund. Als Mundartdichter war er weit über die Grenzen von OÖ bekannt und geschätzt. Auch war er lange Zeit Caritas Direktor in Linz, wo ebenso, wie in Sierning, auch eine Straße nach ihm benannt wurde. Er starb 1975 in Linz. Emil Preisler, Sierninger Künstler, ehrte ihn mit einer kalligraphischen Arbeit. Ein den am ehesten SierningerInnen bekanntes Gedicht, das sogenannte "Sierninger Liad" wurde vom Komponisten Hermann Kronsteiner zu einem Musikstück verarbeitet.

I woaß ma a Gögnd und in dö ziagts mi hin
ös is ma net guat wann i anders wo bin
dort han i dös erstmal in dWelt einigschaut
und hiatzt wo i groß bin vakünd i enks laut.
Sierning kunnt mi net bessa gfreun
Hoamat bist und bleibst die mein
und kam i a woaß Gott wo hi
mei Lebtag nia vagiß i die.

Zwischn Steia und Hall liegts a wengal versteckt;
wias Veigal in Hag das so gustali schmeckt;
glei druntn is Steirtal sGebirg leicht hintnah;
mechst stundnlang hinschaun so schen is vo da.
Sierning kunnt mi net bessa gfreun...

Und uma um Sierning wia guat is das Land
alls wachst und alls bliaht und so schen stehts beinand.
Dös Korn und da Woaz und dös wundaschen Obst;
beiß eini amal dass das a mit mir lobst.
Sierning kunnt mi net bessa gfreun...




HEINRICH GATTERMEYER, Komponist und Literat
Geboren: am 09. Juli 1923




Heinrich Gattermeyer (* 1923)

Geboren am 9. 7. 1923 in Sierning b. Steyr (Oberösterreich), Matura am Akademischen Gymnasium Linz, 1941 Kriegsteilnehmer bei der Luftwaffe.
Studien: Musikerziehung (Lehramt), Klavier (Dr. H. Weber, Br. Seidlhofer), Komposition (Alfred Uhl), Germanistik an der Wiener Universität (Lehramt) und Musikwissenschaft; zunächst Professor an Wiener Gymnasien, ab 1964 Professor für Dirigieren und Instrumentenkunde an der Wiener Musikakademie, von 1973 bis 1992 ordentlicher Professor für Komposition/Tonsatz (Musik-Universität).
Chorleiter mehrerer Wiener Chöre (Auslandstourneen), von 1973 bis 1984 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik (mehr als 300 Aufführungen österreichischer Komponisten, 32 Schallplatten, ORF-Produktionen), Verfasser von mehr als 200 Rundfunk- und 72 Fernsehsendungen, von 1984 bis 1990 Präsident der AKM, von 1992 bis 2001 Präsident des österreichischen Komponistenbundes (Ehrenmitglied), seit 1996 Präsident der Dommusik am Wiener Stephansdom.
Für sein Wirken wurde er mit zahlreichen Ehrenzeichen und Preisen aus dem In- und Ausland bedacht. Seine Werke sind bei UE, Doblinger u. a. verlegt und wurden auf 18 LPs und CDs dokumentiert.


Hauptwerke: Oper "Kirbisch" (L: Anton Wildgans), Fabel-Oper "Asinus Rex" (L: Heinrich Gattermeyer), 3 Fernseh-Musicals, 38 Fernseh-Schattenspiele; 6 Oratorien, 5 Messen, Kantaten; 20 symphonische Werke, über 100 Kammermusikwerke, Liederzyklen und Klaviermusik; umfangreiche literarische Tätigkeit



GERDA ROGERS, Sternendeuterin
Geboren: 01.01.1942

   

Österreichs wohl prominenteste Astrologin, Gerda Rogers, hat am 1.1.2012 ihren 70. Geburtstag gefeiert. Sie wurde wenige Minuten nach ihrer Zwillingsschwester Renate in Mährisch Schönau im heutigen Tschechien geboren und wuchs in Sierning auf (Ortsteil Sierninghofen-Neuzeug). Die Mädchen besuchen die Volksschule in Sierning und das Gymnasium in Steyr. Mit 15 kommen die Zwillinge nach Wien und machen hier eine Ausbildung für Physiotherapie und Kosmetikberatung sowie eine Ballettausbildung und besuchen die Schauspielschule Kraus bis zum Abschluß. Auch das Interesse für Mode manifestiert sich immer stärker. Die Mädchen schneidern sich ihre Kleider selbst. Sie arbeitet nach der Rückkehr aus Wien im von ihrer Schwester eröffneten Modegeschäft „Eliette" in Steyr.

Ihre Affinität zur Bühne und zur Showbranche zeigte sich schon sehr früh. Durch die zweite Ehe mit dem Schauspieler James Rogers, die sie mit langen Wohnaufenthalten auf verschiedenen Kontinenten rund um den Erdball geführt hat, sammelte sie erste Erfahrungen vor der Filmkamera. Nach ihrer Scheidung und Rückkehr nach Oberösterreich arbeitet sie seit den 80er Jahren als Astrologin. Als solche ist sie seit Anfang der 90er Jahre regelmäßig in allen Medien präsent: Radio, TV und Print. Ebenso absolviert sie Live-Auftritte - für Ö3, im TV, bei Galas, Unternehmenspräsentationen und anderen Firmenveranstaltungen. Neben ihrer astrologischen Kompetenz bringt sie professionellste Bühnenpräsenz und ein improvisationsfreudiges Showtalent mit, das immer für beste Unterhaltung sorgt.

Seit 1992 ist sie als Astrologin in den "Ö3-Sternstunden" und unzähligen anderen TV- und Radio-Sendungen zu hören/sehen.




WILHELM MOLTERER, Politiker
Geboren: 14. Mai 1955




Wilhelm Molterer (* 14. Mai 1955 in Steyr, Oberösterreich als Wilhelm Kletzmayr) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP) und war vom 11. Jänner 2007 bis zum 2. Dezember 2008 Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen der Republik Österreich. Molterer war vom 21. April 2007 bis 28. November 2008 Bundesparteiobmann der ÖVP und bis Ende Juni 2011 Abgeordneter im österreichischen Nationalrat. Seit dem 1. Juli 2011 bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank.

Wilhelm Molterer wuchs als Sohn der Bauersleute Johann und Anna Kletzmayr im oberösterreichischen Sierning auf. Nachdem er bereits einige Jahre in der Familie seiner kinderlosen Tante und deren Gatten Josef Molterer gelebt hatte, wurde er mit 14 Jahren adoptiert, um später den Hof zu übernehmen. Er besuchte die Höhere Landwirtschaftliche Bundeslehranstalt in St. Florian. Nach der Matura im Jahr 1974 begann er an der Johannes-Kepler-Universität Linz ein Studium der Sozialwirtschaft. 1980 erfolgte seine Sponsion zum Magister rer.soc.oec. Molterer war Vorsitzender der Linzer Hochschülerschaft und galt innerhalb der ÖVP-nahen Hochschulfraktion ÖSU als links stehend.

Am 9. Jänner 2007 wurde Molterer vom ÖVP-Bundesparteivorstand zum geschäftsführenden Obmann sowie zum Finanzminister und Vizekanzler des Kabinetts Gusenbauer bestimmt. In diesen Funktionen wurde er am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Am 21. April 2007 wurde er mit 97,04 % der Stimmen auf dem Bundesparteitag der ÖVP in Salzburg als Nachfolger Wolfgang Schüssels zum Bundesparteiobmann der ÖVP gewählt. Am 30. Juni 2008 übernahm er bis zur Angelobung von Maria Fekter am 1. Juli 2008 das Amt des Innenministers.
Am 7. Juli 2008 kündigte Molterer die Große Koalition mit der SPÖ mit den Worten "es reicht" auf und sprach sich für „sofortige Neuwahlen“ aus. Der Neuwahlantrag wurde am nächsten Tag im Nationalrat eingebracht und von allen fünf Fraktionen einstimmig angenommen. Molterer war Spitzenkandidat bei der darauffolgenden Nationalratswahl 2008. Nach der für die ÖVP verlorenen Nationalratswahl erklärte Molterer am 29. September 2008, dass er sein Amt als Bundesparteiobmann zur Verfügung stelle. Zum Nachfolger Molterers als Parteiobmann wurde am 28. November 2008 Josef Pröll gewählt, der am 2. Dezember 2008 auch sein Nachfolger als Vizekanzler und Finanzminister wurde.



ERNST THEIS, Dirigent
Geboren: 31. Juli 1961



Ernst Theis (* 31. Juli 1961 in Sierning) ist ein österreichischer Dirigent und seit 2003 Chefdirigent der Staatsoperette Dresden.
Sein Vater Georg Theis stammt aus der Nähe von Bistritz in lt Siebenbürgen und flüchtete mit seinen Eltern im Zweiten Weltkrieg nach lt Oberösterreich. Seine Mutter Gertrude Theis stammt aus seinem Geburtsort Sierning. Ernst Theis verbrachte dort auch seine Kindheit.

Seine musikalische Begabung wurde von seinen Eltern zwar früh erkannt, aber nicht mehr als im ländlichen Umfeld üblich gefördert. Bis zu dem Zeitpunkt seiner Inskription an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien, beschäftigte er sich mit Blasmusik, Volksmusik und Pop- und Rockmusik in einer Amateurband. Seine erste musikalische Ausbildung als Trompeter erhielt von dem Saxophonisten Franz Großauer, der zur Jugendzeit von Ernst Theis Kapellmeister der Blasmusikkapelle und der Jugendblasmusik Sierning war. Bei beiden Blasmusikensembles musizierte Ernst Theis über Jahre hinweg aktiv mit. Instrumente wie Drumset und E-Gitarre für den Bandgebrauch erlernte Ernst Theis autodidakt.

Franz Großauer bereitete ihn später auch für die Zulassungsprüfung an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien vor. Dort erhielt er von 1979 bis 1985 eine musikalische Ausbildung als Trompeter und später als klassischer Schlagwerker sowohl im Bereich Konzertfach als auch im Bereich Pädagogik. In der Dirigentenklasse von Otmar Suitner beschäftigte Theis sich mit dem Dirigieren. Im Zusammenhang mit seiner pädagogischen Ausbildung zum Instrumentallehrer kristallisierte sich sein Interesse für musiksoziologische Themen heraus.
Zur Zeit seiner Instrumentalausbildung und auch in den Jahren danach arbeitete er als Orchestermusiker in verschiedenen Wiener Orchestern, gründete ein Percussionsensemble mit Mitgliedern bedeutender Wiener Orchester und übernahm hinzukommend 1986 die Leitung einer Klasse des zentralen künstlerischen Fachs Klassisches Schlagwerk am damaligen Konservatorium der Stadt Wien.
1991 gründete er das Orchester Österreichische Kammersymphoniker, das er bis 2003 künstlerisch und wirtschaftlich leitete. Die Schwerpunkte dieses Orchesters lagen vorerst hauptsächlich im Bereich der zeitgenössischen Musik und der Klassischen Moderne, später dann auch im Bereich der Wiener Klassik.
1996 sprang Ernst Theis als Kapellmeister an der Wiener Volksoper ein und leitete eine Vorstellung Die Csárdásfürstin (Emmerich Kálmaán), worauf er einen Vertrag als Kapellmeister an diesem Musiktheater erhielt. Dort verblieb er als Mitglied des Hauses bis zum Ende der Ära Klaus Bachlers als Direktor des Hauses.

Im selben Jahr wurde er am Konservatorium der Stadt Wien zum Abteilungsleiter der Abteilung für Blasinstrumente und Schlagwerk berufen. In dieser Funktion arbeitete er an der Akkreditierung des Konservatoriums Wien zur Privatuniversität mit und beschäftigte sich intensiv u.a. mit Themen wie neue Formen der Instrumentalausbildung, neue Formen der Instrumetalpädagogikausbildung, Kunst und Wissenschaftlichkeit, Verknüpfung von Theorie und Praxis im Masterausbildungsbereich und kunstgerechte Beurteilungssyteme für Kunstuniversitäten. Als solches hatte er maßgeblichen Anteil an der schlussendlich erfolgten Akkreditierung des Konservatoriums zur Privatuniversität, an der er in der Folge auch als Universitätsabteilungsvorstand der Abteilung für Blasinstrumente und Schlagwerk nach erfolgter universitärer Evaluierung weiterarbeitete, ehe er das Haus verließ.
Im Jahre 2003 wurde Ernst Theis zum Chefdirigent der Staatsoperette Dresden berufen.




Renate Christ, Friedensnobelpreisträgerin
Geboren: 1954




Dr. Renate Christ wurde 1954 in Sierning, Oberösterreich geboren, studierte an der Uni Salzburg Biologie und schrieb bei Universitätsprofessor Roman Türk (Altkremsmünsterer) ihre Dissertation über die Indikation der C02-Belastung im Stadtgebiet Salzburg an Flechtentransplantaten. Seit 1992 arbeitet Christ bei der UNO und leitet seit einigen Jahren das Sekretariat des IPCC, dem offiziellen Beirat der UNO in Klimafragen. Sie ist dort für die Organisation und Verwaltung sämtlicher Aktivitäten des IPCC zuständig. Außerdem ist Christ Co-Autorin des Klimareports der UNO.

Renate Christ ist Mitglied des UNO-Weltklimarates (IPCC - Intergovernmental Panel on Climate) und wurde gemeinsam mit dem früheren US-Vize-Präsidenten Al Gore und den Mitgliedern des IPCC mit dem Friedensnobelpreis 2007 ausgezeichnet.
Die ehemalige Salzburger Studentin, Renate Christ, hat aufgrund ihrer Bemühungen bezüglich des Klimawandels den Friedensnobelpreis bekommen!
Der Friedensnobelpreis 2007 wurde gestern von König Harald von Norwegen in Oslo überreicht. IPCC und Al Gore erhielten den Preis für ihre Bemühungen, das Wissen um den vom Menschen verursachten Klimawandel zu verbreiten und Grundlagen für Gegenmaßnahmen zu schaffen.

Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Im vergangenen Jahr erhielten der Bankier Mohammed Yunus und dessen Grameen-Bank die Auszeichnung für ihre Mikrokredite an arme Menschen. (Quelle/Bilder: IPCC)





PÖSTINGER OSWALD, Komponist und Arrangeur
Geboren: 19. Jänner 1929




Der österreichische Komponist und Arrangeur Oswald Pöstinger
wurde am 19. 1. 1929 in Sierning (Oberösterreich) geboren.
Neben dem Besuch des Realgymnasiums studierte er am Brucknerkonservatorium Linz Klavier und Komposition. 1946 wurde er Schüler von Josef Matthias Hauer, und ab 1950 war er Schüler von Egon Kornauth und Carl Orff. Ein Jahr später begann er seine musikalische Tätigkeit für den ORF in Linz (musikalischer Betreuer des literarischen Kabaretts und Untermalung von Hörspielen), wobei ca. 200 Kompositionen entstanden.
1954 war er Arrangeur und Dirigent des ersten in Österreich produzierten Musicals "Die Jungfrau von New Orleans". Ab 1957 wirkte er als Korrepetitor der Tanzabteilung und der Opernklasse am Brucknerkonservatorium Linz. Ab 1960 arrangierte er Filmmusiken und Operetten von Robert Stolz ("Venus in Seide" u. a.) sowie Rudolf Kattniggs Operette "Balkanliebe" und Paul Abrahams "Blume von Hawaii" für die Seebühne Mörbisch. Weiters erstellte er Arrangements für Marika Rökk und die "Linzer Buam".

1965 begann die Zusammenarbeit mit dem Linzer Operettenkomponisten Igo Hofstetter, für dessen Operetten "Roulette der Herzen", "Alles spricht von Charpillon" und "Schach dem Boss" er das Arrangement schuf. 1966 war er musikalischer Berater und Korrepetitor der Wiener Festwochen anlässlich der Uraufführung der Oper "Die schwarze Spinne" von Josef Matthias Hauer.
1978 erhielt er den Theodor-Körner-Preis für die Arbeit "Zwölftonspiel und auditive Meditation". Es folgten Arrangements für das Ensemble "Pro Brass" sowie 1980 als Auftragskomposition des Linzer Landestheaters das Ballett "Labyrinth" (nach Josef Matthias Hauer). Bis zu seiner Pensionierung war er als Lehrer an der Landesmusikschule Neuhofen (Oberösterreich) tätig.
1986 verlieh ihm der Bundespräsident den Berufstitel "Professor".
Oswald Pöstinger verstarb am 2. 9. 1997 in Linz.



 
 
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